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Werkzeug
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Trennen der Kunststoffteile vom Gußast
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Vor dem Zusammenbau Paßgenauigkeit prüfen
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Kleber
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Bemalung
Folgende
Werkzeuge sollten mindestens vorhanden sein:
Scharfes
Bastelmesser, kleine Schere oder Beißzange, Kleine Zange
Ideal
sind zusätzlich:
Schleifpapier,
kleiner Elektrobohrer mit kleinen Bohrern (< 1mm), Säge oder Trennscheiben,
Schleifsteinen,
Zahnstocher
Für
die Bemalung:
Airbrush,
Kleiner Kompressor
Teile
möglichst nicht per Hand herausbrechen, besser abschneiden, uns zwar ruhig mit
einem Rest des Gußastes. Diesen Rest anschließend wegschneiden oder
abschleifen.
Gußgrate
wegschneiden oder wegschleifen
Im
sogenannten „Trockenbauverfahren“ sollte man die zusammengehörigen Teile
zunächst einmal probeweise zusammensetzen um im Vorfeld mögliche Probleme zu
erkennen und nötigenfalls zu korrigieren
Übrigens
- nicht alle Teile muß man kleben. Teile die einen ausreichenden festen
und paßgenauen Zusammenhalt haben kann
man auch zusammengesteckt verwenden. Wo kein Kleber notwendig ist sollte man
diesen auch nicht verwenden, zumal Plastikkleber den Kunststoff angreifen und Sekundenkleber
oder Allzweckkleber eine zusätzliche Materialschicht bilden.
Ideal
ist Kleber aus einem Behältnis mit einer feinen Nadel zum Auftragen. Dieser
Kleber wird ausschließlich zum Zusammenkleben von Kunststoffteilen
untereinander Verwendet. Der Kleber löst den Kunststoff an, der dann praktisch
verschweißt wird. Bei sehr kleinen und dünnen Teilen ist dieser Kleber mit
Vorsicht zu genießen.
Er darf
auf gar keinen Fall für Klarsichtteile verwendet
werden, da diese schon durch die Lösungsmitteldämpfe angegriffen werden und
milchig werden.
Ideal
ist gelartiger Sekundenkleber. Dieser Kleber klebt praktisch alles, zudem noch
sehr schnell. Allerdings wird er nach dem Trocknen Spröde und damit brüchig,
ist dabei aber schnell sehr belastbar. Besonders geeignet ist dieser Kleber für
Photoätz- und Resinteile.
Aber auch sehr kleine Plastikteile werden besser mit sparsam dosiertem
Sekundenkleber montiert.
In
ganz wenigen Fällen wird Allzweckkleber verwendet, zumal dieser meist zu dicke
Klebestellen verursacht. Lösungsmittelfreier Allzweckkleber oder sogar
„Window-Color“-Farbe ist jedoch gut für die Montage von Klarsichtteilen, wie
z.B. der Cockpithaube geeignet.
Vor
dem Zusammenbau die Anleitung komplett durchsehen. In der Regel gibt es
Baugruppen, die man bereits frühzeitig zusammensetzen kann, ohne diese zuvor Bemalen
zu müssen. Dies sind z.B. häufig die Tragflächen und Leitwerke. Hat man diese
Zusammengebaut kann man sie trocken mit dem Rumpf verbinden und erhält so schon
einen ersten Eindruck vom fertigen Modell.
Die Anleitung der meisten Flugzeugbausätze beginnt mit dem Cockpit. Die Strategie hierbei ist, von Innen nach außen zu bauen - nach dem Zusammenbau des Rumpfes ist es meist nicht mehr möglich das Cockpit hinterher einzusetzen. Aber man muß nicht immer unbedingt die Reihenfolge der Anleitung befolgen, unter Umständen gibt es sogar bessere Vorgehensweisen.
Die
Bemalung ist der wichtigste Schlüssel zu einem guten Modell.
Die
beste Art der Bemalung ist die Verwendung einer Sprühpistole (airbrush - sprich
„ährbrasch“) da der Farbauftrag sehr dünn und sehr gleichmäßig ist. Dadurch
bleiben auch feine Gravuren klar erkennbar. Diese Technik erfordert allerdings
ein wenig Übung in der Handhabung. Außerdem kostet die Ausrüstung ein paar
Mark. Man braucht einen möglichst feinen Airbrush und eine Druckluftquelle,
ideal ist ein kleiner Kompressor. Eine solche Ausrüstung in der Wohnung zu
verwenden ist allerdings etwas problematisch. Zu dem Lärm den der Kompressor
verursacht, kommt der Sprühnebel dazu der sich unwillkürlich weit um den
Arbeitsplatz zerstreut. Aber wer sein Modell realistisch bemalen will kommt
kaum um eine solche Ausrüstung herum. Eine alternative ist die Verwendung von
Sprühdosenfarbe. Diese läßt sich allerdings nicht so gut dosieren und hat einen
wesentlich breiteren Sprühkegel. Nur für kleinere Oberflächen und Details ist
die Verwendung von Pinseln zu empfehlen. Auf keinen Fall sollte man große
Flächen mit Pinsel bemalen (bis auf ganz wenige Ausnahmen).
Wichtig
ist auch die Auswahl der Farbe. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Farben die
zum Einsatz kommen:
-
wasserlösliche Acrylfarben und
-
lösungsmittelhaltige Emaille- (Enamel) Farben.
Die
Acrylfarben sind Umweltfreundlicher, die Emaillefarben trocknen in der Regel
schneller.
Ein
weiterer Vorteil der Airbrush-Bemalung ist, dass man sowohl harte als auch sehr
weiche Farbübergänge und leichte Schattierungen aufsprühen kann. Man kann eine
gewisse Abstufung der Farbübergänge wie folgt erreichen:
scharfe
Übergänge durch Maskierung mit leicht ablösbarer Klebefolie oder Flüssigmaske.
Eine sehr gute Flüssigmaske ist z.B. die inzwischen weit verbreitete
„Window-Color“ - Farbe, die zudem in allen möglichen Farben erhältlich ist.
Damit kann man besonders gut stark gewölbte Oberflächen Maskieren, bei denen
die Folie Falten und Wellen werfen würde. Allerdings muß dieser Flüssigfilm
eine ganze Weile antrocknen, bevor man die Farbe aufträgt. Ich verwende für
größere Markierungen, wie z.B. Balkenkreuze zunehmend selbst angefertigte Folienmasken. Dazu klebe
ich ein Stück der Folie auf eine Kopie des Abziehbilderbogens (i.d. Regel
scanne ich den Bogen am PC ein und drucke ihn maßstabsgetreu aus) und schneide
die Konturen mit einem scharfen Bastelmesser aus.
Derartige
Markierungen wirken wesentlich realistischer als die Abziehbilder, zumal in der
Realität im Prinzip die gleiche Technik verwendet wurde - kleine Ungenauigkeiten inbegriffen. Es gibt
auch Hersteller die bereits fertige Masken einzeln verkaufen oder Ihren
Modellen beilegen. Teilweise beschränken diese sich allerdings auf eine etwa
1mm breite Umrißmaske. Das innere dieser Maske sollte man dann mit Flüssigmaske
füllen.
Die
zweite Stufe ist die Verwendung von Papier zur Maskierung. Dieses kann man mit
einer Hand in der benötigten Position halten, während man mit der anderen Hand
sprüht. Je nach Abstand des Papiers zur Oberfläche verändert sich die Schärfe
der Übergänge - also nah = scharfe Übergänge, weit = fließende Übergänge. Diese
Technik ist gut anwendbar bei Übergängen zwischen unterschiedlichen Farbflächen
in einem Tarnschema. Aber Vorsicht - wenn man mit dem Papier zu dicht an der
Oberfläche ist, kann sich unter Umständen Farbe an der Unterseite des Papiers
sammeln und die Oberfläche verschmieren.
Ganz
weiche Übergänge erreicht man indem man nur den Airbrush, ohne Maske verwendet.
Man braucht allerdings ein wenig Übung um Luft- und Farbmenge genau
kontrollieren zu können. Dann allerdings kann man eine riesige Spannweite von
Farbeffekten produzieren. Mit dieser Technik kann man selbst kleine Punkte und
Linien produzieren, oder schlangenförmige Mäanderlinien - und das in beliebiger
Farbdichte.
Der
Realismus der mit einem Airbrush erreicht wird ist selbst beim ungeübten
Bastler weit besser als dies bei der Verwendung eines Pinsels möglich wäre.
Zu
Beachten ist auch ob eine glänzende, seidenmatte oder matte Farbe verwendet
werden soll. Dies läßt sich aber auch begrenzt durch entsprechende
Klarlacküberzüge steuern. Welche Mattigkeit verwendet wird hängt von der im
Original und der jeweils darzustellen den Material und Oberflächenart ab.
Soweit
die Grundlagen der Bemalung.
In
der Regel wird das Cockpit als erstes bemalt. Hier wird überwiegend mit Pinseln
gearbeitet. Problematisch ist immer das Instrumentenbrett. Ich kenne bisher 4
Methoden nach denen Instrumentenbretter produziert werden:
1.
Das
Instrumentenbrett hat hervorgehobene Konturen für die Instrumente, Anzeigen,
Zeiger und Skalen. Das Brett wird nun zuerst mit der Hintergrundfarbe lackiert.
So feine Linien, wie sie hier benötigt werden sind nahezu unmöglich mit dem Pinsel
aufzubringen. Wenn alle Konturen gleich hoch hervorgehoben sind, kann man z.B.
ein Stück Papier mit einer dünnen weißen Farbschicht beschichten und das
Cockpit, wie ein Stempel auf das Stempelkissen, hierauf drücken - die Konturen
werden nun (theoretisch) weiß hervorgehoben. Man könnte es auch umgekehrt
machen und das Cockpit mit einer stark haftenden Farbe zunächst weiß einfärben,
dann mit eine weniger stark haftenden Farbe (oder noch feuchter Farbe)
übermalen, und die ober Farbschicht abschleifen oder Abkratzen. Insgesamt hat
man allerdings wenig Aussicht aus so einem Instrumentenbrett ein wirklich gutes
Ergebnis herauszukitzeln.
2.
Das
Instrumentenbrett wird mit einem Abziehbild überklebt. Bei konturierten
Instrumentenbrettern ist das fast unmöglich, da sich das Abziehbild nicht den
Konturen anpassen kann. Es entstehen zwangsläufig Beulen und Falten. Bei einem
Glatten Instrumentenbrett, oder einem plangeschliffenen ist das Abziehbild zwar
einfach aufzubringen, aber es sind nicht besonders realistisch aus.
3.
Das
Instrumentenbrett ist aus transparentem Kunststoff und das Abziehbild wird auf
die plane Rückseite geklebt und scheint nach vorne durch. Dies ist eine fast
geniale Lösung, allerdings sollte das Instrumentenbrett um die
Instrumentenöffnungen herum bemalt werden. Das dürfte schwierig sein. Man
könnte die Instrumentenöffnungen auch mit Flüssigmaske maskieren, dann das
Brett übermalen und schließlich beim Ablösen der Flüssigmaske die Öffnungen
wieder sichtbar machen.
4.
Eine
Kombination aus Film oder Abziehbild und darüber montiertem, vorher bemaltem
Gerätebrett als Photoätzteil. Dies ist die einfachste und beste Methode.
Ein
Problem bei der Bemalung von Teilen ist, dass man sie ja dabei irgendwie
festhalten muß und an dieser Stelle nicht Malen kann. Wenn man nun ein
typisches Fahrwerksrad in
1:48 zwischen zwei Fingern festhält, bleibt kaum 50% des Rades zur Bemalung
frei. Um die Andere Hälfte zu bemalen, müßte man nun warten bis die erste
Hälfte trocken ist. Allerdings wird dann nach der Bemalung die Nahtstelle
zwischen diesen beiden Hälften sichtbar. Eine gute Lösung des Problems ist,
dass man einen Zahnstocher verwendet und fest in die Achsöffnung steckt. Nun
kann man das Rad bequem an diesem Zahnstocher festhalten und rundum in einem
Arbeitsgang bemalen. Anschließend kann man den Zahnstocher irgendwo festklemmen
oder hineinstecken um das Rad trocknen zu lassen.
Klarsichtteile
sind bei der Bemalung besonders Problematisch, da sie sehr empfindlich auf
Lösungsmittel reagieren - sie werden schnell trübe und milchig. Man darf, wie bereits
erwähnt keinen Plastikkleber verwenden und wenn man sich mal vermalt hat kann
man die Farbe meist nicht, wie bei anderen Teilen, einfach mit Lösungsmittel
abwaschen. Bevor man also beginnt diese Teile zu bemalen muß man sie maskieren
- und zwar komplett - also außen und innen ! Bei planen Flächen kann man
Maskierfilm verwenden- es dürfen dabei aber auf keinen Fall Blasen oder Wellen
nach außen entstehen, da gerade an solchen stellen durch den Kapillareffekt
Farbe eindringt.
Maskierfilm hat zwar eine gewisse Dehnbarkeit, aber auch diese ist beschränkt. So dürfte es nahezu unmöglich sein Tropfenförmige Cockpithauben damit zu maskieren. Aber hier hilft uns ein anderes, Hobby weiter - die Fensterbilder. Die Window-Colour Farbe ist eine ideale Flüssigmaske. Jedoch dauert es recht lange bis diese getrocknet ist. Nach dem Trocknen kann man bequem über sie hinweg malen, und sie anschließend wie einen Film abziehen. Man muß sich insbesondere Bei Cockpithauben überlegen, ob man die darin enthaltenen Verstrebungen auch von Innen aufmalt. Wenn nicht ist zu Beachten dass die erste Farbschicht (im Allgemeinen die Grundierung) die Aufgetragen wird, im inneren des Cockpits entsprechend sichtbar wird. Im Zweifelsfalle sollte man also an dieser Stelle auf die Grundierung verzichten und stattdessen als erste Farbschicht die Farbe der Cockpit-Inneneinrichtung verwenden..
Die
Äußere Bemalung erfolgt fast zum
Schluß, am besten noch vor der Montage des Fahrwerks, sofern es ausgefahren
dargestellt wird. Die Cockpithaube sollte dabei aufgesetzt sein, da sie meist in
das Tarnschema eingebunden ist.
Bei
der Herstellung eines verkleinerten Modells gehen zwangsläufig Details des
Originales verloren. Es ist praktisch unmöglich an einem Modell jede Schraube
nachzubilden. Die Designer der Modelle gehen immer irgendwelche Kompromisse
ein, durch die am Ende mehr oder weniger Details gegenüber dem Original
verlorengehen. Dabei ist die Qualität meist (nicht immer !) auch eine Frage des
Preises. Ein recht guter Hinweis auf die Detaillierung eines Modelles ist z.B.
die Anzahl der Bauteile eines Modells. Ein einfaches Flugzeug könnte man schon
aus 15 Teilen bauen - das Ergebnis ist aber sicher nicht besonders Überzeugend.
Aber die Anzahl der Teile ist nicht das einzige Qualitätsmerkmal. Wichtig ist
z.B. auch wie detailliert die Oberflächen der Bauteile gestaltet sind, wie fein
die Gravuren sind. Sehr kleine Bauteile sind mit herkömmlichen Spritzgußtechniken
kaum noch machbar. In diesen Fällen wird in der Regel Resin
(ein Kunstharz) oder Photoätzteile (Aus
Metallplättchen nach fotografischer Belichtung herausgeätzte Teile - diese
Technik wird u. Anderem auch bei der Herstellung von Computerchips verwendet)
verwendet. Solche Teile sind bei einigen Modellbausätzen enthalten, es gibt
aber auch Hersteller die sich auf die Produktion reiner Detaillierungssätze
spezialisiert haben. Diese sind allerdings nicht selten teurer als das
eigentliche Modell. Ich habe mir bisher nur ein einziges Mal (bei meinem
letzten Modell) einen Photoätzteilesatz zusätzlich gekauft und finde dass es
sich gelohnt hat, obwohl das Modell an sich schon hervorragend detailliert war.
Allerdings habe ich auch nicht sämtliche Ätzteile verwendet, da einige
Plastikteile dann doch realistischer aussahen.
Resin ist ein recht hartes, oft
sprödes Material, dass sich nur schwer mit Messern bearbeiten läßt. Die
Verbindung zu den Gußästen ist zudem meist sehr dick. Eine Optimale Methode diese
Teile von den Gußästen zu trennen kenne ich noch nicht. Mit eine Bastelmesser
kommt man nicht sehr weit, ein Sägemesser ist besser geeignet aber auch nicht
ungefährlich. Mittlerweile verwende ich einen Minibohrer mit Sägeaufsatz,
trotzdem ist es nicht ganz einfach zu sägen und man muß ungeheuer aufpassen,
dass man die Teile dabei nicht beschädigt. Auch beim Kleben sind diese Teile
nicht ganz einfach, da ein Plastikkleber hier nicht wirkt. In diesem Fall
empfiehlt sich ein Sekundenkleber.
Photoätzteile
sind auch nur mit Sekundenkleber zu kleben. Die Teile sind in der Regel so
dünn, dass man sie mit einem Bastelmesser leicht aus dem Plättchen
heraustrennen lassen. Aber Vorsicht - die Teile springen dabei schnell weg und
sind aufgrund ihrer geringen Größe meist nicht mehr auffindbar. Man sollte sie
also beim Heraustrennen möglichst mit eine Finger fest an den Untergrund
drücken. Generell muß man mit diesen Teilen äußerst vorsichtig sein. Wenn sie
einmal herunterfallen hat man kaum eine Chance sie wiederzufinden - und die Teile
sind kaum zu ersetzen. Meist ist man gezwungen die Teile mit einer Pinzette zu
montieren, aber wenn man nicht aufpaßt oder zu fest drückt flutschen die Teile
in die ewigen Jagdgründe. Leider sind die Teile i.d.R. auch nicht magnetisch - ein
Magnet hilft bei der Suche also auch nicht. Ich habe mir inzwischen angewöhnt
die Plättchen vor der Verwendung am PC einzuscannen. Auf Folie gedruckt und
ausgeschnitten kann man dadurch notfalls einige Teile reproduzieren. Nicht
selten werden diese Teile zusätzlich gebogen, wozu man eine Zange und/oder eine
Pinzette nimmt - man sollte die Teile aber möglichst jeweils nur einmal
biegen, da sie sonst leicht brechen. Um Bögen und Röhrenförmige Teile zu biegen
sollte man sie um entsprechend geformte Hilfsmitte, z.B. Zahnstocher biegen.
Normalerweise schafft man es nicht, scharf rechtwinklige Kanten zu biegen,
meist sind die Kanten etwas abgerundet. Will man unbedingt scharf gewinkelte
Biegungen ist es wohl am einfachsten die Teile zu trennen und im gewünschten
Winkel zusammenzukleben.
Man kann allerdings auch selbst Teile anfertigen wie z.B. Leitungen und kleine Hebelchen aus Draht etc..
Bei
den Meisten Modellen entstehen beim zusammensetzen größerer Teile mehr oder
weniger große Lücken. Das hängt vor allem von der Qualität des Bausatzes an.
Der erste Schritt zur Abhilfe ist hier zunächst zu überprüfen wie die Teile
ineinander greifen. Oft genügt es die Öffnungen und Nuten etwas
zurechtzuschleifen um die Paßgenauigkeit zu verbessern. Aber nur selten kommt
man ohne Spachtelarbeiten aus. In Baumärkten gibt es guten Fertigspachtel in
Tubenform. Ich habe bisher noch nicht allzu viel Erfahrung mit Spachtelarbeiten.
Ich habe mir jetzt einen Wachskitt und einen Holzspachtel aus der Tube zugelegt,
die ich demnächst ausprobieren werde. Bei herkömmlichem Spachtel kommt man um
die anschließende Schleifarbeit nicht herum, um zu dicke Spachtelaufträge
verschwinden zu lassen. Leider leiden aber auch gewollte Details unter der
Schleifarbeit. So werden Gravuren zum Beispiel schnell mit weggeschliffen. Diese
kann man mit einer normalen Haushaltsnadel vorsichtig nachziehen - aber nicht zu
tief. Das nachgravieren ist eine knifflige Arbeit bei der man Gefühlvoll
vorgehen muß um am ende das Modell nicht mit zusätzlichen Kratzern zu
verunstalten.
Wer
es ganz genau nimmt besorgt sich Bilder von den jeweiligen Flugzeugen. Es gibt
z.B. Flugzeugmonografien, also Bücher oder Hefte, in denen einige Flugzeuge im
Detail vorgestellt werden, man kann aber z.B. auch Im Internet ein paar gute
Bilder (z.B. "Walkarounds") finden. Nützlich sind auch Bauberichte über das jeweilige Modell, die in
Fachzeitschriften oder im Internet zu finden sind.
Nicht
immer sind es zusätzliche Teile die man braucht. Ein gutes Hilfsmittel zur
Detaillierung sind zum Beispiel sehr kleine Bohrer, mit denen man z.B.
(vorsichtig) Waffenläufe oder Auspuffrohre aufbohren kann. Am gefühlvollsten
geht das wenn man den Bohrer dabei zwischen den Fingern, also per Hand dreht.
Wer es sich zutraut kann natürlich auch einen kleinen elektrischen Bohrer
verwenden.
Äußere
Antennenleitungen oder Verstrebungsdrähte bei WK1-Flugzeugen stelle ich
inzwischen ausschließlich aus feiner Angelschnur her. Diese wird mit ganz wenig
Sekundenkleber zuerst relativ locker angeklebt. Nach dem Trocknen des Kleber
zündet man einen Zahnstocher an, löscht die Flamme und hält
das nun glimmende Ende mit etwas Abstand unter die Angelschnur. Diese Zieht sich
dann schnell straff zusammen. Man darf nur nicht zu nah an die Schnur kommen
und nicht zu sehr straffen, damit die Klebestellen nicht reißen, oder
Antennenmäste verbogen werden.
Entscheidend für das Ergebnis ist die Qualität der Abziehbilder selbst. Klare Flächen sollte man vermeiden und nötigenfalls vor dem Ablösen wegschneiden, da diese durch Lufteinschlüsse bei bestimmten Blickwinkeln silbrig glänzen ("Fischhauteffekt"). Mit der Zeit lernt man die Eigenheiten der Abziehbilder unterschiedlicher Hersteller kennen. Es gibt auch qualitativ hochwertige Abziehbilderbögen einzeln zu kaufen - mitunter liegt der Vorteil dabei nicht nur in der Qualität, sondern auch in der Art der Abziehbilder, die außergewöhnliche Markierungsvarianten ermöglichen. Allerdings muß man auch hier wieder verhältnismäßig tief ins Portemonnaie greifen - zumal man in der Regel nur einen Teil der Abziehbilder auf den Bögen verwendet, da meist gleich mehrere Varianten aus einem Bogen möglich sind. Aber mitunter kann man solche Reste nochmal verwerten oder weitergeben. Sehr kleine Elemente solcher Bögen haben meist einen hohen Anteil an klaren Flächen, die am Modell störend wirken weil sie schimmern oder milchig wirken. Unter Umständen ist es besser auf solche Details zu verzichten. Am besten lösen sich die Abziehbilder in warmen Wasser. Man sollte sie nicht zu lange darin liegen lassen, damit sich nicht der Kleber komplett ablöst. In er Regel bringe ich an der Stelle, an die die Abziehbilder kommen etwas Wasser auf. Dann lassen sich die Bilder nach dem aufbringen durch vorsichtiges Verschieben besser in Position bringen. Bei großflächige Abziehbilder sollte man diese zuerst komplett mit Trägerpapier über die vorgesehene Positon legen , dann vorsichtig das Trägerpapier herausziehen und das Abziehbild festhalten. Damit vermeidet man, dass sich das Abziehbild umbiegt und mit sich selbst verklebt. Ist das doch passiert, sollte man es schnellstmöglich wieder ins Wasser legen und vorsichtig entwirren. Den zusätzlichen Kleberverlust muß man dabei in Kauf nehmen.
Es gibt auch einige Zusatzmittelchen mit denen man die Oberfläche des Modells vorbehandeln kann, oder Weichmacher mit deren Hilfe sich die Abziehbilder besser an die Konturen und Gravuren der Oberfläche anpassen - aber nicht jedes Abziehbild verträgt jeden Weichmacher - und dummerweise liegen Abziehbilder den Bausätzen immer nur ein mal bei - was Kaputt ist ist Kaputt ! Bevor man zu solchen Mitteln greift sollte man am Besten erst mit einigen Restabziehbildern experimentieren.
Nach
dem Trocknen wische ich mit einem Feuchten Lappen sichtbare Klebstoffränder
vorsichtig ab. Nach reichlicher (wichtig - ausreichend lange warten, da das
Wasser unter dem Abziehbild nur sehr langsam trocknet) sprühe ich über das
komplette Modell mindestens eine Schicht Klarlack, je nach Modell seidenmatt,
glänzend oder Matt. Wichtig ist, dass die Klarsichtteile dabei immer noch
maskiert sind.
Einfachen Abziehbildern wie z.B. Balkenkreuze kann man oft besser mit einer Maske aufmalen (s.Bemalung). Im Fachhandel werden auch fertige Schablonen angeboten.
Je
nach Bedarf kann man noch einige Details wie Rußspuren hinter Auspuffrohren und
Waffen. Abnutzungsspuren etc. ergänzen um einen wirklichkeitsnahen Eindruck zu
erzeugen.